Nähanfänger? Dieses Nähzubehör brauchst du wirklich für den Start


Du hast die alte Nähmaschine aus dem Keller geholt und sie funktioniert noch? Super.

Was brauchst du noch?

Stoffschere, ok.  Stecknadeln vielleicht, ja.

Und sonst? Fünfzig verschiedenen Garnstärken? Einfädelhilfe? Diese bunten Regenbogenclips?

Das Angebot ist riesig, jedes Teil verspricht seine eigene, absolut notwendige Funktion.

Aber welches Nähzubehör brauchst du denn wirklich um den Einstieg ins Nähen zu bekommen?

Wir haben eine Checkliste mit dem wichtigsten Zubehör für Nähanfänger für dich gemacht, damit dir der Start etwas leichter fällt und du einen Überblick bekommst (Am Ende des Artikels steht sie für den Download für dich bereit.):

  1. Stoffschere
  2. Stecknadeln
  3. Nahttrenner
  4. Schneiderkreide
  5. Maßband
  6. Nähmaschinennadeln
  7. gutes Nähgarn


1. Stoffschere 

Nähschere
Nähschere von Prym

Dieses Werkzeug ist wirklich essentiell. Ohne Stoffschere kommst du beim Zuschneiden nicht weit, denn um Stoff zu schneiden, benötigt man meist einen besonderen Schliff.

Für den Anfang tut es auch die alte, schon etwas abgenutzte Schere von Oma.

Auf die Dauer lohnt es sich allerdings für jeden Nähfan sich auch eine eigene, frisch geschliffene Schneiderschere zuzulegen und sich nicht mehr mit der bunt gemusterten Bastelschere rumzuärgern.

Nachhaltiger Tipp: 

Omas Stoffschere ist meist von recht guter Qualität und deshalb lohnt es sich oft diese nachschleifen zu lassen.

2. Stecknadeln

Glaskopfstecknadeln
Glaskopfstecknadeln von Prym

Stecknadeln. Wirklich wichtig. Damit alles gut zusammen hält und nichts verrutscht beim Nähen.

Klar. Aber welche??

Für Anfänger ist sicherlich empfehlenswert zu den Stecknadeln mit Glas- oder Plastikköpfchen zu greifen.

Diese sind einfach in den Stoff und auch leichter wieder raus zu bekommen. Außerdem findest du sie besser, falls du sie einmal im Eifer des Gefechts im Stoff vergessen haben solltest.

Für etwas fortgeschrittenere Näher und Näherinnen, die auch mit feineren Stoffen wie Chiffon oder Satin arbeiten möchten eignen sich auch die ganz feinen Stahlkopfnadeln, die oft sehr viel dünner und länger sind als die weitverbreiteten Glaskopfnadeln.

Damit läufst du bei feinen und empfindlicheren Stoffen weniger Gefahr eine Masche oder ein Loch zu reißen.

Für den Anfang können diese Nadeln etwas ungewohnt sein, da sie keinen richtigen Kopf besitzen und etwas Übung bedürfen.

3. Nahttrenner

Nahttrenner
Nahttrenner von Prym

Believe it or not: als leidenschaftliche Näher/-in wird der Nahttrenner dein bester Freund.

Oft verbringst du an einem Projekt mehr Zeit mit dem Auftrennen als mit dem Nähen selbst.

Umso wichtiger ist es einen scharfen und gut funktionierenden Nahttrenner zu besitzen. Der macht die mühsame Arbeit zumindestens ein bisschen erfreulicher.

In Omas Nähkästchen findest du vielleicht eine Rasierklinge.

What? Richtig, damit wurde früher getrennt, denn Nahttrenner wie wir sie heute benutzen gab es damals noch nicht.

Ersetze sie lieber durch einen hochwertigen Nahttrenner, das ist sicherer für deine Hände.

4. Schneiderkreide

Schneiderkreide
Schneiderkreide von Prym

Hier gibt es auch wieder unzählige Varianten. Mit der klassischen Schneiderkreide, die am Stück verkauft wird, kann man eigentlich nichts falsch machen.

Es muss ja auch einen Grund dafür geben warum diese uralte Erfindung immer noch so stark vertreten ist.

Aber was ist jetzt mit diesen ganzen Kreidestiften, “Magic-Pens” und so weiter?

Was sich gut anbietet, wenn du feinere Linien aufzuzeichnen hast, ist der Minenstift mit einer dünnen Kreidemine.

Von der Funktionsweise wie ein Druckbleistift, nur eben mit Schneiderkreide.

Durch die dünne Mine und den einfachen Griff ist auch der Auftrag etwas leichter als mit der Schneiderkreide, bei der der Stoff zu Beginn etwas verrutschen kann.

Besonders auch für Nähanfänger sehr gut geeignet ist der “Trickmarker”.

Ein Stift mit Filzspitze macht den Auftrag auf dem Stoff besonders leicht.

Du kennst das Gefühl von Filzstift auf Stoff vielleicht schon und da es sich außerdem um flüssige Tinte handelt, ist die Handhabung wirklich leicht und angenehm.

Es macht auch nichts, wenn du mal daneben malst, denn der Marker verschwindet nach einiger Zeit von selbst, ohne dass du den Stoff extra waschen muss.

Auch hier gilt wieder: Einfach ausprobieren, was am Besten in deinen Nähalltag passt!

5. Maßband

Rollmaßband
Rollmaßband von Prym

Bei einem Maßband kannst du eigentlich nicht viel falsch machen.

Achte darauf, dass das Maßband beidseitig mit Zentimeterangaben versehen ist.

Es gibt auch einige Varianten, die auf der einen Seite eine Zentimeterangabe haben und auf der anderen Inch.

Das kann besonders am Anfang häufig zu Verwirrung führen, wenn du aber lieber mit Inch arbeitest, bietet sich das natürlich an.

Auf dem Bild siehst du ein fröhliches Rollmaßband, damit macht das Nähen natürlich doppelt so viel Spaß.

6. Nähmaschinennadeln

Nähmaschinennadeln
Nähmaschinennadeln von Prym/ Schmetz


Natürlich nicht zu vergessen ist das Zubehör für die Nähmaschine, ohne die jedes andere Werkzeug nahezu nutzlos ist.

Bei Nähmaschinennadeln ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass diese nicht zu alt sind.

Sie können dann leicht brechen und splittern meist mehr als normal.

Bei der Auswahl der Nadelstärke ist es wichtig zu wissen, mit welchem Stoff du arbeiten möchtest und wie dick dieser ist.

Einen Guide wie genau du die passende Nadel für dein Projekt findest, bekommt du bald hier zu lesen.

7. Nähgarn

Nähgarn rPET
Nähgarn 100% recycled Gütermann


Nicht nur das Material spielt hier eine Rolle, auch auf die Qualität solltest du achten.

Es gibt (Bio) Baumwollgarne und Garne aus einer Baumwoll-Polyester-Mischung, die weniger schnell reißen und am gängigsten sind.

Sie glänzen meist etwas, was bei den Baumwollgarnen wiederum nicht der Fall ist.

Und, ganz wichtig zu erwähnen, es gibt Nähgarn aus 100% recycled Polyester. Das Garn wird aus alten PET Flaschen hergestellt.

Es lässt sich hervorragend vernähen und steht den herkömmlichen Garnen in nichts nach.

Am Anfang möchtest du vielleicht nicht all zu viel Geld zu investieren für den Fall, dass dir das Nähen dann doch keinen Spaß machen sollte

(das ist aber kaum vorstellbar!).

Bei der Beschaffung von Nähgarn solltest du jedoch nicht sparen, so verlockend die billigen Nähsets im Discounter auch sein mögen.

Billige Fäden rauen schnell auf und reißen leicht und sind für das Nähen an der Maschine quasi unbrauchbar.

Dies gilt übrigens auch für das alte Nähgarn aus Omas Nähkästchen. Im Laufe der Jahre sind die alten Garne nicht mehr reißfest.

Teste einfach ob du ein Stück Garn von einer alten Rolle abreißen kannst. Wenn es leicht reißt, dann nimm lieber ein Neues.

Reißt es nicht, dann kannst du es locker noch für deine ersten Nähprojekte verwenden.

Lass mich noch einmal zusammenfassen:

1. du brauchst nicht viel Nähzubehör um mit dem Nähen zu starten

2. sieh dich in Omas Nähkästchen um und verwende das was noch brauchbar ist.

3. kaufe besser gute Qualität, denn dann gelingt dir der Start besser (weniger Frust - mehr Freude)

Hoffentlich hast du einen guten Überblick bekommen und kannst jetzt voll mit dem Nähen durchstarten!

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Nähen!


Lade dir hier unsere Checkliste für Nähanfänger herunter

Checkliste für Nähanfänger
Nähzubehör das du wirklich für den Anfang brauchst






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